{"id":254,"date":"2014-09-24T00:23:57","date_gmt":"2014-09-23T22:23:57","guid":{"rendered":"http:\/\/newsic.net\/firwitz\/?p=254"},"modified":"2014-09-24T00:23:57","modified_gmt":"2014-09-23T22:23:57","slug":"169-der-reiz-der-schlafenden-theorie-beispiel-band-zur-somnophilie-expose-und-notizen-zu-einem-geplanten-sachbuch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/?p=254","title":{"rendered":"169 &#8211; Der Reiz der Schlafenden. Theorie-\/Beispiel-Band zur Somnophilie (Expos\u00e9 und Notizen zu einem geplanten Sachbuch)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">\u00a0Wolfgang Cziesla: DER FIRWITZ &#8211; 169. Teilabriss<\/p>\n<h1><strong>Somnophilie, oder Der Liebreiz von Schlafenden<\/strong><\/h1>\n<p>Expos\u00e9:<\/p>\n<p>Somnophilie, die sexuelle Neigung, sich an schlafenden Personen zu delektieren, ist ein seit der Antike verbreitetes Ph\u00e4nomen, von dem gleicherma\u00dfen M\u00e4nner und Frauen aktiv und passiv betroffen sind.<\/p>\n<p>Der antike Dichter Apuleius beschreibt mit dem M\u00e4rchen <em>Amor und Psyche<\/em> ein sich liebendes Paar, dem es verwehrt ist, sich zu sehen; lediglich als Schlafenden erkennt Psyche ihren Geliebten, Amor, und verliert ihn durch ihre Neugier.<\/p>\n<p>Endymion, der ewig schlafende J\u00fcngling, wird Nacht f\u00fcr Nacht von der Mondg\u00f6ttin Selene aufgesucht, die dem Mythos nach f\u00fcnfzig Kinder von ihm bekommen haben soll.<\/p>\n<p>Die Museen der Welt sind voller Gem\u00e4lde, auf denen schlafende weibliche oder m\u00e4nnliche Akte zu sehen sind: Die von zwei Satyrn \u00fcberraschte schlummernde Venus, der eingenickte Adonis, der Eremit und die von ihm bet\u00e4ubte Angelica aus Ariosts <em>Orlando furioso<\/em>, Gem\u00e4lde vom selbstvergessen verharrenden Narziss, von der eingeduselten Diana und ihren dahind\u00e4mmernden Nymphen und immer wieder der dauerschlafende Endymion. Aber auch namenlose Schlafende, nachdem die Aktmalerei keiner biblischen oder mythologischen Rechtfertigung mehr bedurfte.<\/p>\n<p>Die Marquise von O&#8230; in der gleichnamigen Novelle Heinrich von Kleists wird w\u00e4hrend einer kurzen Ohnmacht geschw\u00e4ngert.<\/p>\n<p>Der Roman \u201eDie schlafenden Sch\u00f6nen\u201c des japanische Autors Yasunari Kawabata beschreibt ein Bordell, das \u00e4lteren, f\u00fcr impotent gehaltenen M\u00e4nnern die M\u00f6glichkeit bietet, eine Nacht lang neben einem M\u00e4dchen zu liegen, das durch die Verabreichung eines Mittels in Tiefschlaf versetzt worden ist.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich bietet das Internet eine unersch\u00f6pfliche Quelle, dem Ph\u00e4nomen in der heutigen Zeit nachzusp\u00fcren. In Foren wird Somnophilie kontrovers diskutiert, und nat\u00fcrlich ist die Pornoindustrie mit zweifelhaften Angeboten l\u00e4ngst dabei.<\/p>\n<p>In einem juristischen Exkurs wird das Thema unter strafrechtlichen Aspekten beleuchtet.<\/p>\n<p>Die popul\u00e4rwissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichung arbeitet die Somnophilie in ihrer historischen Dimension auf und weist auf die gegenw\u00e4rtige Bedeutung des verbreiteten, in der \u00f6ffentlichen Aufmerksamkeit aber noch wenig beachteten Ph\u00e4nomens hin. Es wendet sich an ein allgemein interessiertes Publikum, das Exkurse in die Kunst- und Literaturgeschichte ebenso zu sch\u00e4tzen wei\u00df wie sexualwissenschaftliche Analyse. In seiner umfassenden Darstellung des Ph\u00e4nomens Somnophilie d\u00fcrfte die geplante Publikation einzigartig sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kapitelplan:<\/p>\n<p>1)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Amor ist somnophil, und die Psyche ebenso \u2013 Das M\u00e4rchen von \u201eAmor und Psyche\u201c in Apuleius\u2019 <em>Der goldene Esel<\/em><\/p>\n<p>2)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eMein Mann kann so lieb sein, wenn er schl\u00e4ft\u201c \u2013 die Mondg\u00f6ttin und der dauerschlafende Endymion<\/p>\n<p>3)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Der Eremit und die schlafende Angelika \u2013 eine Geschichte aus Ariosts <em>Der rasende Roland<\/em><\/p>\n<p>4)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Schlafende in der Malerei<\/p>\n<p>5)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Befruchtung einer Ohnm\u00e4chtigen \u2013 Die Marquise von O&#8230;<\/p>\n<p>6)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u201eDie schlafenden Sch\u00f6nen\u201c \u2013 ein Roman von Yasunari Kawabata<\/p>\n<p>7)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Von liebevoller Betrachtung bis zum Verabreichen von K.-o.-Tropfen \u2013 Somnophilie im Internet<\/p>\n<p>8)\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Juristischer Exkurs: Sexueller Missbrauch widerstandsunf\u00e4higer Personen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Notizen:<\/p>\n<p>Die u.a. von Nicolas Poussin, Fragonard oder dem sp\u00e4tbarocken Maler Francesco Solimena ins Bild gesetzte Szene, in der Diana den schlafenden Endymion bewundert, stellt eine Modeerscheinung des 17. \u2013 19. Jahrhunderts dar, hat sich aber weder in der Kunst- noch in der Literaturgeschichte durchgesetzt. Urspr\u00fcnglich war es Selene, die sich in Endymion verliebte (und \u2013 je nach Quelle \u2013 mit ihm 50 Kinder hatte), eine Liaison, die sp\u00e4ter \u2013 kinderlos \u2013 aufgrund einer voreiligen Identifikation \u00fcber Dianens Attribut der Mondsichel auf die Jagdg\u00f6ttin \u00fcbertragen wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Wolfgang Cziesla: DER FIRWITZ &#8211; 169. Teilabriss Somnophilie, oder Der Liebreiz von Schlafenden Expos\u00e9: Somnophilie, die sexuelle Neigung, sich an schlafenden Personen zu delektieren, ist ein seit der Antike verbreitetes Ph\u00e4nomen, von dem gleicherma\u00dfen M\u00e4nner und Frauen aktiv und passiv betroffen sind. Der antike Dichter Apuleius beschreibt mit dem M\u00e4rchen Amor und Psyche ein sich &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/?p=254\" class=\"more-link\">Continue reading &lsquo;169 &#8211; Der Reiz der Schlafenden. Theorie-\/Beispiel-Band zur Somnophilie (Expos\u00e9 und Notizen zu einem geplanten Sachbuch)&rsquo; &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/254"}],"collection":[{"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=254"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/254\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}