{"id":207,"date":"2014-09-23T22:18:13","date_gmt":"2014-09-23T20:18:13","guid":{"rendered":"http:\/\/newsic.net\/firwitz\/?p=207"},"modified":"2014-09-23T22:18:13","modified_gmt":"2014-09-23T20:18:13","slug":"190-das-tempo-der-zeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/?p=207","title":{"rendered":"190 &#8211; Das Tempo der Zeit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\">Wolfgang Cziesla: DER FIRWITZ &#8211; 190. Teilabriss<\/p>\n<h1>Das Tempo der Zeit<\/h1>\n<p>In gro\u00dfer Zahl sind uns aus allen Epochen Feststellungen \u00fcberliefert, die Zeit liefe gegen Ende eines Lebens mit zunehmender Beschleunigung ab. Was, wenn alle diese Menschen mit ihrer Beobachtung Recht h\u00e4tten? Und zwar, nicht nur in ihrem subjektiven Empfinden, sondern tats\u00e4chlich? M\u00f6glicherweise ist unsere Zeitmessung, die sich an relativ verl\u00e4sslichen Gr\u00f6\u00dfen wie dem Sonnenjahr, den Monduml\u00e4ufen und den Erdumdrehungen orientiert, nichts als ein hilfloser Ersatz daf\u00fcr, dass wir den wirklichen Ablauf der Zeit, den wir manchmal empfinden, nicht messen k\u00f6nnen. Und selbst unsere pr\u00e4zisesten Uhren, die sich am vermeintlich konstanten Verfall von Atomen orientieren, k\u00f6nnten von einer falschen Voraussetzung ausgehen, wenn eine zunehmende Verlangsamung in der atomaren Zersetzung die tats\u00e4chliche Beschleunigung der Zeit ausgliche.<\/p>\n<p>Dabei legt schon ein Blick auf die Geschichte der Menschheit und die sich st\u00e4ndig verk\u00fcrzenden Intervalle zwischen wichtigen Entwicklungsschritten die Vermutung nahe, die Zeit beschleunige sich objektiv \u2013 und zwar rapide. M\u00f6glicherweise beginnt die zeitliche Geschwindigkeitserh\u00f6hung nicht bei jedem Menschen neu, sondern ein in einem bestimmten Jahr Geborener steigt bereits mit dem schnelleren Tempo in die Geschichte ein, in dem ein anderer im selben Jahr das Leben verl\u00e4sst. So wie bei einem anfahrenden Zug manche w\u00e4hrend der Fahrt aufspringen, w\u00e4hrend andere abgeworfen werden, und die Sp\u00e4tgeborenen m\u00fcssen aus dem Sprung den rasenden Zug zu fassen bekommen.<\/p>\n<p>Freilich taugt der Vergleich nur ein St\u00fcck weit, denn irgendwann hat ein Zug seine H\u00f6chstgeschwindigkeit erreicht (was selbst f\u00fcr eine noch st\u00e4rker beschleunigende Rakete gelten w\u00fcrde). Ein Schlagzeuger k\u00f6nnte den Takt veranschaulichen, indem er zun\u00e4chst nur alle paar Tage einmal auf die Trommel schl\u00e4gt, dann t\u00e4glich, mehrmals am Tag, st\u00fcndlich, halbst\u00fcndlich, min\u00fctlich usw. bis hin zu einem Wirbel, in dem kein einzelner Schlag mehr zu unterscheiden ist. Vielleicht verh\u00e4lt sich der tats\u00e4chlich Takt der Zeit wie ein Ball, der in immer k\u00fcrzeren Abst\u00e4nden auf den Boden auftappt, bis er in einer Ruheposition zum Liegen kommt. Ist auch die sich beschleunigende Zeit kein anfahrender Zug, sondern ein zum Stillstand findender Gummiball? Und das nicht nur in unserem subjektiven Empfinden?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wolfgang Cziesla: DER FIRWITZ &#8211; 190. Teilabriss Das Tempo der Zeit In gro\u00dfer Zahl sind uns aus allen Epochen Feststellungen \u00fcberliefert, die Zeit liefe gegen Ende eines Lebens mit zunehmender Beschleunigung ab. Was, wenn alle diese Menschen mit ihrer Beobachtung Recht h\u00e4tten? Und zwar, nicht nur in ihrem subjektiven Empfinden, sondern tats\u00e4chlich? M\u00f6glicherweise ist unsere &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/?p=207\" class=\"more-link\">Continue reading &lsquo;190 &#8211; Das Tempo der Zeit&rsquo; &raquo;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/207"}],"collection":[{"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=207"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/207\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/firwitz-verlag.de\/werk\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}